FREISING/VUGROVEC: Nach dem Erdbeben in Kroatien im März – Geld für ein sicheres Zuhause

Caritas-Kinderheim wird mit Hilfe aus Deutschland renoviert

Das Kinderheim der Caritas in Vugrovec war ein sicheres Zuhause für dreißig Mädchen und Jungen – bis zum 22. März 2020, als ein Erdbeben die Region erschütterte und das Kinderheim schwer beschädigte. Dank der Hilfe von Renovabis und der Kroatenseelsorge in Deutschland, die erstmals in dieser Form bei einem Hilfsprojekt kooperierten, kann das Gebäude jetzt schnell und fachmännisch repariert werden.

Es war der 22. März 2020, als ein Erdbeben die Stadt Zagreb und ihre Umgebung erschütterte: Stärke 5,5 zeigte die Richterskala an diesem Sonntagmorgen in Zagreb, es folgten zwei Nachbeben der Stärke 5,1 und 3,7. Die schwersten Erdbeben in der Region seit 140 Jahren – mit zerstörerischen Folgen. Ein Mädchen kam ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt, viele Familien verloren ihr Zuhause. Nach vorläufigen Schätzungen beträgt der gesamte wirtschaftliche Schaden etwa 5,5 Milliarden Euro.

Auch das Kinderheim in Vugrovec, das nahe am Epizentrum des Bebens liegt, wurde schwer beschädigt: Im Mauerwerk entstanden Risse, ohne Reparatur drohte im schlimmsten Fall sogar ein Einsturz der Wände. Insbesondere die erste Etage und das Treppenhaus waren betroffen. Der Schornstein wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen und musste abgerissen werden. Nach Schätzungen von Fachleuten war das Haus bewohnbar, allerdings waren die Schäden so groß, dass die Reparaturen bald angegangen werden sollten, damit die dreißig Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 16 Jahren in dem Caritas-Kinderheim weiterhin ein sicheres Zuhause haben werden.

Dank des Engagements der Kroatischen Missionen/Gemeinden in Deutschland und mit Hilfe des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis konnte die finanzielle Grundlage für die Sanierung geschaffen werden. Pfarrer Ivica Komadina, der Delegat der Kroatenseelsorge in Deutschland: „Wir konnten hier in Deutschland 23.000 Euro sammeln und so die Diözesancaritas bei den nötigen Renovierungen unterstützen.“ Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke hebt die gute Zusammenarbeit mit den kroatischen Missionen/Gemeinden in Deutschland hervor: „Nach dem Anruf von Pfarrer Komadina kamen wir rasch überein, dass wir dieses Projekt gemeinsam unterstützen müssen!“ Renovabis fördert die Sanierungsarbeiten mit 67.000 Euro – und so wird jetzt Schutt beseitigt, die Risse im Backsteingemäuer aufgefüllt und die Mauern mit Reparaturputz verstärkt. Der Schornstein wird neu gebaut, es folgen die Fassadenarbeiten – und im Haus sorgt ein frischer Anstrich an Wänden und Decken dafür, dass sich die Kinder wieder wohl fühlen in ihrem Zuhause.

Ein sicheres Zuhause nach dem Erdbeben | Renovabis

www.renovabis.de

Bild: www.czn.hr